Künstlerbio
Der in Hongkong geborene Tenor Gabriel Sin ist Sänger, Pianist, Komponist, Arrangeur, Einstudierer und Dirigent. Sein breites Repertoire umfasst die Musik von den Madrigalen der Renaissance bis hin zu Uraufführungen mehrerer zeitgenössischen Komponisten.
Er studierte Gesang bei Carol Webber an der Eastman School of Music in Rochester (USA). Parallel dazu nahm er Unterricht in Klavier, Cembalo, Liedbegleitung, Komposition und Musiktheorie. Nach dem Abschluss in Gesang (2016) nahm er in Weimar an der Bachkantatenakademie unter Leitung von Helmuth Rilling teil. Daraufhin blieb er in Weimar und setzte an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT seine künstlerische Ausbildung bei Siegfried Gohritz, Thomas Steinhöfel und Karl-Peter Kammerlander fort.
In dieser Zeit nahm er zudem an Dirigiermeisterkursen von Neil Varon, Colin Metters, Fillippo Maria Bressan und Lior Shambadal teil.
Seine feine musikalische Intuition formt sich aus tief begründeter Kenntnis der Harmonien, eng verbunden mit der Liebe zum Menschen, zum Schauspiel und dem Geschichtenerzählen. Als Evangelist, Liedinterpret und Ensemble-Sänger wird er hochgeschätzt. Sein Liederabend-Debüt war “Die schöne Müllerin” in Schloss Schillingsfürst mit dem Pianisten Can Cakmur, wo er die emotionelle und sängerische Bandbreite darstellen ließ.
In Freiburg beeindruckte er mit seitenlangen indisch-inspirierten Koloraturen bei Taveners nächtliche Vigil “The Veil of the Temple” im Rahmen des Chorwärts-Festivals. Danach erschien er im Konzerthaus Freiburg als Solist für Bachs H-moll Messe.
Regelmäßig singt Gabriel Sin sowohl zeitgenössische als auch Alte Musik mit renommierten Ensembles wie dem Balthasar-Neumann-Chor unter Thomas Hengelbrock, der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter Hans-Christoph Rademann.
Mit der Schola Heidelberg unter
Walter Nussbaum und Ekkehart Windrich hat er zahlreiche Uraufführungen aufgeführt, z.B. “Vier Attrappen” von Benjamin Scheuer, wo er parallel am Singen, Flaschenflöten, und am elektronischen Mischpult gleichzeitig zu spielen durfte.
Von 2019 bis 2021 war er Mitglied im Vokalensemble des dänischen Rundfunks in Kopenhagen, dort wirkte er u. a. bei der CD-Einspielung ,,Lux Aeterna’’ mit Chorwerken von György Ligeti und Zoltán Kodály unter Leitung von Marcus Creed mit. Als Solist singt er auch weiterhin mit verschiedenen dänischen Ensembles, z. B. mit der Camerata Øresund hat er u.a. Johannespassion und auch eine verzierungsreiche Fassung von Händels Messiah in Dänemark aufgeführt; und mit Copenhagen Soloists hat er als Solist u.a. Bachs Magnificat und Beethovens Missa Solemnis gesungen.
Seine Konzertaktivitäten führten ihn in Konzertsälen wie die Elbphilharmonie, Isarphilharmonie, Herkulessaal, Tonhalle Zürich, Laeiszhalle, Konzerthaus Freiburg, Konzerthaus Dortmund, Philharmonie Luxembourg, Festspielhaus Baden-Baden, Liederhalle Stuttgart, Alte Oper Frankfurt, DR Koncerthuset Kopenhagen, Palau de la Musica Barcelona, Teatro Colon, Palau de la Musica Valencia, Theatre des Champs Elysées, Chateaux Fontainebleau uvm.
In Deutschland wirkte Gabriel Sin solistisch bei Aufführungen der Messe di Gloria von Puccini und Missa Solemnis von Beethoven, sowie als Evangelist oder Tenorsolist bei Passionen von Bach, Homilius und Johann Theile mit.
Im Mai 2023 stand er bei der deutschen Erstaufführung von Seattle’s Prophecy des schweizerischen Komponisten Carl Rütti auf dem Podium, wo er über die Klangmasse eines Saxophone-Quartetts und Chor mühelos zu hören war.
14 Jahren Chorknabe an Hongkong-Kinderchor unter Kathy Fok, Europa-Tournee (2006, 2007, 2008, 2011, 2012),
Knabensolist:
– Hong Kong Philharmonic Orchestra: “Le Petit Prince” (2006)
– Hong Kong Sinfonietta: “Requiem” Andrew Lloyd Webber
Moderne oper:
“Hamlet” von Brett Dean / Festspiele @ bayerischen Staatstheater / Vladmir Jurowski / rheinstimmen ensemble
Seit 2023 Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks / Peter Dijkstra & Simon Rattle
wohnt in München
Cembalo:
– Continuospieler für Vivaldis Fagottkonzert
– Jean Francaix “L’insectarium”
Bassklarinette:
– 1st Prize (Hong Kong Music Festival, Kategorie: Ensemble): Jean Francaix “Petit Quatour”
– Teilnahme an Konzerte und Preisträger bei Wettbewerben mit La Salle College Wind Orchestra